Über mich

»Your child is not sick – he is a dancer«
-frei nach Gillian Lynne

Als Körperpsychotherapeut, Somatic Coach und Masseur ist es mir eine Freude, Dich dabei zu unterstützen, mehr Verbindung zu Deinen eigenen Kräften herzustellen und Dich mit Deinem ganzen Wesen zu spüren. Meine Arbeitsweise beruht auf gegenseitigem Vertrauen, Einfühlsamkeit und Respekt. Dein Körper hat die Fähigkeit sich selbst zu regulieren. Mit meiner achtsamen Begleitung und meinen Berührungen stehe ich dir dabei als Wegbegleiter zur Seite.

Meine Unikarriere lief recht erfolgreich. Ich hatte die Jobs, die ich mir wünschte immer gekriegt, die Promotion mit Auszeichnung abgeschlossen, war von KollegInnen geachtet und von Studierenden geliebt, und doch hakte und klemmte irgendwas, das ich mir nicht erklären konnte. Ich dachte immer Wissenschaft sei meine Berufung und Soziologie das spannendste mit dem man sich beschäftigen konnte – genau mein Ding. Warum aber fiel mir dann das wissenschaftliche Arbeiten oft so schwer? Es brauchte Jahre bis ich es mir eingestehen konnte: Länger am Stück zu lesen – so faszinierend auch die Inhalte – war mir eine Last und für längere eigene Artikel zu recherchieren, konzipieren und schließlich zu verfassen war noch lästiger. So richtig verstanden was da los war habe ich erst Jahre später, als ich ein Radio Feature über die Tänzerin und Choreographin Gillian Lynne hörte, deren Mutter sie wegen ihrer Hyperaktivität und Schulproblemen zu einem Arzt bracht, der sie ausführlich beobachtet, dann zu ihr sagt, er müsse mit ihrer Mutter unter vier Augen sprechen und beim hinausgehen das Radio anstellte. Die kleine Gillian sprang auf den Tisch, runter vom Tisch und im ganzen Raum zur Musik umher. Worauf er zu ihrer Mutter, die das durch die Glastür beobachtet hatte sagte: „Gillian ist nicht krank, sie ist Tänzerin, schick sie auf eine Tanzschule“. Also beschloss ich mir eine Arbeit zu suchen, die ich mit Lust und Leichtigkeit machen konnte. Und ich wusste, dass ich immer schon gerne meinen Körper in Begegnung gespürt habe, etwa beim Kampfsport oder beim Tanzen („He’s a dancer“), aber auch beim Vortragen (mein Kollege Martin sagte einmal: Micha tanzt seine Vorträge immer). Außerdem war ich gut darin und hatte Freude daran Menschen zu beraten und bei ihren Prozessen zu begleiten – sei es als akademischer Lehrer oder Betreuer von Abschlussarbeiten. Schließlich mochte ich es Menschen zu berühren und hatte auch schon beim Massieren gesagt bekommen, ich hätte goldene Hände. Als ich dann in einer Auszeit in Costa Rica nicht nur einen Surfkurs, sondern auch einen Körperarbeit und Traumatherapieworkshop besuchte wurde mir klar: Das will ich machen. Meine Berufung ist Körpertherapeut. Ich will Menschen echt und authentisch begegnen, sie bei ihren persönlichen Prozessen therapeutisch begleiten und zwar auf eine Weise, bei der der Körper und Berührung eine wesentliche Rolle spielen würden.